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engel012008
schrieb am
15.03.2008 um
23:07 Uhr
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Spaßfaktor? |
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Welche Rolle spielt für Euch der Spaßfaktor?
Man ließt ja des öfteren solche Formulierungen wie "Trainingsbereiche hin oder her, das Training muß auch Spaß machen!"
Ich z.B. benutze den Ausdruck "Spaßattacke" für bestimmte kleine Attacken im Rahmen eine normalen GA-Gruppentrainings.
Was also ist "Spaß" beim Radfahren? Das Radfahren als solches? Die Landschaft? Die Zahlen hinterher im Trainingsbuch oder auf dem Computer? Die Freude über die Überwindung des inneren Schweinehundes? Die Einsamkeit auf dem Rad?
a. |
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falkiboy
schrieb am
15.03.2008 um
23:43 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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loooooooooooool |
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CARLOS
schrieb am
15.03.2008 um
23:48 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Rennradfahren generell macht Spaß! |
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Allwetter
schrieb am
16.03.2008 um
00:20 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Bin wieder mal prinzipiell.
Mir greift der Begriff ´Spaß´ etwas zu kurz. Da steckt mir zu sehr der Begriff ´Spaßgesellschaft´ drin.
Habe früher schon mal mit Kett-Woman diskutiert, dass Fahrradfahren eher eine Art Lebenseinstellung ist. Will das jetzt auch nicht wiederholen, es ging da um Horizonterfahrung usw.
Aus meinem persönlichen Kontext ist es so, dass Fahrradfahren ganz viel mit Freiheit zu tun hat. Z.B. auch, dass ich da für mich bin, unerreichbar (kein Piepser in der Tasche ...).
Selbst wenn ich mich manchmal nach einem arbeitsreichen Tag aufraffen muss, doch noch loszufahren - ich habe es noch nie bereut. Ich bin IMMER ausgeglichener und zufriedener zurückgekommen.
Gruß - Allwetter |
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engel012008
schrieb am
16.03.2008 um
00:31 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Einmal das - man ist einfach anders nach dem Radfahren, irgendwie ist es wie Meditation oder so etwas.
Das andere ist aber auch: Menschen machen sich ja - ob man es nun richtig findet oder nicht - die Sache mit dem Spaß ab und an recht kompliziert. Trotzdem, ich finde es ok: Z.B. finde ich Spaß daran, eine Sache diszipliniert von A bis Z durchzuziehen. Nicht, daß ich das beim Radsport täte, da geht es ja auch nicht mehr um Olympia, Tour oder andere Ehren. Aber grundsätzlich. Und bestimmte Dinge im Radsport nehme ich heute noch sehr ernst.
Apropos ernst: Wer nicht ernst sein kann, kann auch nicht wirklich Spaß haben (hoffentlich hat das jetzt nicht wieder einer vor mir gesagt...).
a. |
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Trittfrequenz
schrieb am
16.03.2008 um
10:54 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Spaß ist wie das meiste im Leben, sehr subjektiv. würde es mal, wie oben beschrieben mit dem Freiheitsgefühl, allg. Bewegung, evlt. erreichte Ziele (schwere Tour, Glückgefühl am Gipfel) definieren.
Beim MTB kommt vielleicht noch die Ruhe, jenseits der Straßen und Verkehr dazu, und noch die grandiose Ausblicke.
Hast beim RR auch, wenn einen Pass fährst, jedoch bist meistens halt nicht mitten in der Natur wie bsp. mein MTB.
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Celeste
schrieb am
16.03.2008 um
11:25 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Die Topographie der Strecke physisch erleben,die Arbeit des Körpers fühlen,das Hellwachsein aller Sinne,einen Trainingsfortschritt, der sich in nüchternen Zahlen manifestiert...meinetwegen nennen wir das Spaß. |
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engel012008
schrieb am
16.03.2008 um
11:48 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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@Celeste:
Apropos Topografie: Ich habe es früher, als ich noch mehr oder weniger im Flachland wohnte, sehr genossen, im November, aber auch in den Wintermonaten bei Nebel bzw. trüber Aussicht durch Felder und Dörfer im Münsterland zu fahren. Irgendwie braucht man auch die Gegensätze, denn mit Topografie war da nicht viel. Genauso genieße ich es in Italien, von einem Hügel die anderen Hügel mit ihren Gutshäusern, Kapellen und Pinienhängen zu sehen und Höhenmeter für Höhenmeter nicht nur zu leisten, sondern zu erleben.
Überhaupt sind sehr viele Gegensätze dabei: Einsamkeit auf einer langen Trainingsrunde im Winter - Quatschen, sich am Berg ausstechen, Ortsschilder-Sprints in der Gruppe; fast schon touristisches Fahren bei K-S-F oder um die Ecken flitzen auf einer 800-m-Runde usw. usf.
a. |
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vulkan
schrieb am
16.03.2008 um
13:25 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Eine lesenswerte Lektüre zum Thema: [LINK zur Website]
VG
V. |
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engel012008
schrieb am
17.03.2008 um
01:01 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Wobei das eben nur ein bestimmtes Spektrum aus den Spaßmöglichkeiten umfaßt. Finde dich doch einfach mal damit ab, Vulkan, daß es Menschen wie mich gibt, die auch ihre Freude an diszipliniertem Ausführen von Trainingsplänen, stundenlangem eintönigen GA-Training und anderen Dingen haben, die dem Otto-Normalverbraucher eben KEINEN SPASS MACHEN...
Dieses dauernde Wiederholen von Sätzen wie "Es muß ja auch Spaß machen" hört sich für meine Ohren oft ein bischen wie "Der Fuchs und die Trauben" an...
a. |
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Wolfram
schrieb am
17.03.2008 um
17:20 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Kommt darauf an, welches Ziel man vor Augen hat (wenn überhaupt).
Beim Training fürs Rennen macht mir das nur Spass, wenn es weh tut. Echt.
Wenn ich Langstrecke fahre, macht das Gefühl Spass, frei zu sein und aus eigener Kraft enorme Distanzen zu bewältigen. Am geilsten ist dabei für mich, in den Sonnenaufgang zu starten.
Ausflüge mit den Kindern machen auch Spass, obwohl das früher manchmal eher an Stehversuche erinnert hat (jetzt nicht mehr). Zwischendurch einfach mal das Rad abstellen und Picknick machen.
Also: Ohne die Erwartung von Spass setze ich mich nicht auf´s Rad !
Im Umkehrschluss heißt das: Wenn ich mal keinen Bock auf Training habe, motiviere ich mich vorher erst einmal.
Ich stelle mir vor, wie gut es mir danach gehen wird. Dann radel ich erst mal los, ganz locker. Und sobald ich die Stadtgrenze erreicht habe (1 km), hebt sich die Stimmung enorm. Der Rest ergibt sich von alleine.
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vulkan
schrieb am
18.03.2008 um
18:04 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Schade, es hätte interessant werden können...
Deshalb antworte ich nur mit der gleichen rhetorischen Unverschämtheit: Finde dich doch einfach mal damit ab, engel012008, daß die dauerhaft auf Disziplin bestehenden Relikte aus alter Zeit mit der "ich weiß alles und befehle - und ihr habt stur zu folgen"-Mentalität glücklicherweise in den Vereinen bei der Jugendförderung aussortiert und durch modern denkende Trainer ersetzt werden/wurden, die teilweise mehr Wissen über Traininglehre und Motivation in ihrem Morgenurin haben als mancher sich so wie Du hier im Forum selbstdarstellende User.
...und wie Giovanni sagte: Ich haben fertig!!!
VG
V. |
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Klärchen
schrieb am
18.03.2008 um
18:40 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Genau: Warum sollte das, was einen über 50jährigen motiviert, nicht auch bei unter 15-jährigen zum gleichen Mißerfolg führen können...
k. |
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Allwetter
schrieb am
19.03.2008 um
21:56 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Über Spaß zu theoretisieren, bringt offensichtlich nicht viel weiter. Was für den einen negativ besetzt ist, ist für den anderen die Erfüllung.
Vielleicht hilft es weiter, wenn jeder, der Lust dazu hat, ganz konkret schreibt, was er heute oder irgendwann mal Eindrückliches beim Radfahren erleben durfte.
Das darf, ja muss eigentlich durchaus emotional sein.
In eine ähnliche Richtung zielte schon einmal das Thema ´Rennradfahren ist ...´, aber eben nur in eine ähnliche.
Meine Geschichte heute:
Wollte früh mit dem Rad in den Dienst fahren. Hatte aber etwas verschlafen, es war schon 4:30 h, es schneite, und die Straßen waren möglicherweise glatt.
Also fuhr ich mit dem Auto. Immer wieder schneite es am Tag. Abends war ich hundemüde und wäre beinahe auf der Heimfahrt eingeschlafen.
Beim Essen blickte ich nach draußen und sah ein riesiges Wolkenloch mit strahlend blauem Himmel und aufgetürmten Wolken am Horizont.
Anziehen, heißen O-Saft in die Flasche füllen, Fahrrad aus der Garage holen, Licht anstecken war in 10 Minuten geschehen. Ein lieber Abschiedsgruß von meiner Frau - und ich fuhr los.
Ich fuhr wie entfesselt, sah die Sonne hinter den Wolken untergehen, die sie in ein zartes Rot tauchte und ihre ganz eigentümlichen Formen in immer neuem Licht erschienen ließ.
Als es dunkler wurde, strahlte der fast volle Mond um die Wette mit meinem Licht vorne am Fahrrad.
In der Ferne sah ich das beleuchtete Gipfelkreuz vom Staffelberg herübergrüßen.
Zwei Rehe sprangen 30 Meter vor mir über die Straße, da nahm ich für den Rest des Weges lieber Geschwindigkeit heraus.
Ich fuhr Nebenstrecken und begegnete gerade mal 3 Autos.
Seit zwei Stunden bin ich wieder zu Hause und kann das alles noch gar nicht richtig fassen. Müde bin ich überhaupt nicht mehr.
War das Spaß?
Gruß - Allwetter |
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bergdoc
schrieb am
19.03.2008 um
22:28 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Nein allwetter,
daß ist mehr als Spaß, das ist die erwähnte Lebenseinstellung. Man lässt vieles hinter sich, wendet sich Zielen zu, die sich an der nächsten Wegkreuzung ändern können, weil man im Moment sich nicht den Berg hoch quälen will sondern weil man vorwärts kommen will und lieber bergab fährt.
Das hat mit Freiheit zu tun, mit einem Glücksgefühl das länger anhält als der kurzlebige Spaß in unserer Spaßgesellschaft.
Für mich ist die Freiheit ein wichtiger Begriff beim Radfahren.Merkwürdigerweise erreichen mich zu allen Zeiten Anrufe auf dem Handy, nur auf dem Rad hatte ich bisher meine Ruhe. Als würde der Radgott mich in der Zeit schützen vor allem Unheil dieser Welt.
Es ist wie engel weiter oben schreibt es hat was von Meditation.Ich möchte es fast ein religiöses Erlebnis nennen. Dieses Sich-Verlassen-können auf seine Kräfte, dieses die Natur in einem natürlichen Tempo erleben ist spirituell.
Ich hatte ernsthaft schon den Gedanken mich zu informieren, ob es nicht einen Gottesdienst für Radfahrer/Wanderer an einem landschaftlich schönen Platz in der Region gäbe. Wäre für mich eine logische Kombination
Jetzt habe ich mich vielleicht zuweit in ein ernstes Thema gewagt, aber das Schöne am Forum ist der Gedankenaustausch in vielen Bereichen und ein wenig Selbstreflexion schadet nie. |
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Allwetter
schrieb am
19.03.2008 um
22:40 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Hallo bergdoc,
eine meiner schönsten Touren führt nach Münsterschwarzach, zu den Benediktinern. Dort mit fast 100 Mönchen die Vesper feiern und wieder 100 km heimfahren, voller Spiritualität.
Wenn alles klappt, werde ich dieses Jahr Madonna del Ghisallo anfahren, ´eine besondere Pilgerstätte im radsportverrückten Italien´.
Schau Dir´s mal an, wenn Du es noch nicht kennst:
[LINK zur Website]
Ich denke, das muss man in seinem Radsportlerdasein einmal erlebt haben.
Gruß - Allwetter |
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Allwetter
schrieb am
21.03.2008 um
22:12 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Heute beim Mittagessen verkündete ich, dass ich nachmittags nicht Fahrrad fahren würde. Schließlich sei es selten genug, dass wieder mal die ganze Familie versammelt sei.
Als wir um 16.30 h von der Karfreitagsliturgie heimfuhren, sagte meine Tochter: ´Papa, ich weiß, warum Du andauernd auf den Himmel schaust.´, und darauf meine Frau: ´Ich auch. Wohin willst Du denn noch fahren?´
Nach einem zärtlichen Blick auf meine Tochter im Rückspiegel meinte ich: ´Ooch, ich weiß nicht, es sieht doch so nach Regen aus!´
Worauf meine Frau nach kurzer Überlegung antwortete: ´Fahr doch ans Grab Deines Patenonkels´.
In solchen Momenten weiß ich, warum ich meine Frau und meine Tochter so liebe. In anderen zwar auch, aber in solchen ...
Ich zog meine Regensachen an, steckte wieder meine Lichter ans Fahrrad und fuhr los, mein Kopf voller Erinnerungen.
Mein Patenonkel wohnte im Frankenwald. Ich verbrachte in der Kinderzeit regelmäßig meine Ferien dort.
Er ist einer von den Menschen, die mich durch ihre Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit geprägt haben, ohne dass sie das wussten, geschweige denn bewusst wollten.
Er war Nebenerwerbs-Landwirt, zuletzt hatte er noch eine Ziege, die ich immer durchs Dorf führen durfte.
Der gewohnte Weg dorthin führt über einen Umweg, weil früher ein Zipfel der Zonengrenze umfahren werden musste.
Da ich heute mit dem Straßen-MTB unterwegs war, wollte ich den direkten Weg - wie auch immer er aussehen würde - probieren.
So kam ich an der Dorfstelle Liebau vorbei, einem ehemaligen kleinen Dorf unmittelbar jenseits der ehemaligen Zonengrenze. 1317 wurde es erstmals erwähnt, 1952 gelang den Dorfbewohnern die Flucht in den Westen und 1975 wurde es geschliffen.
Ich erinnere mich, wie ich damals mit meinen Eltern am Grenzzaun stand. Ein innerer Ring von VoPos bewachte die Bauarbeiter, ein äußerer Ring einer Spezialeinheit offenbar auch noch die VoPos.
Viele Menschen standen damals am Zaun. Manche schrien etwas nach drüben. Anderen rannen Tränen über die Wangen.
Heute erinnert nur noch ein Gedenkstein an das ehemalige Dorf. Ich war im Sommer schon mal da. Getreidefelder bedeckten den Ort.
Jetzt aber im Winter ist der Boden offen. Und ein Traktor hat beim Pflügen Ziegelsteine an die Oberfläche gehoben.
Manche waren von Ruß geschwärzt.
Es waren die Steine, welche die flüchtenden Bewohner noch ein letztes Mal berührten, und zu denen würdevoll zurückzukehren sie jahrelang eine tiefe Sehnsucht in ihrem Herzen verspürten.
Übrigens - meine Regenkleidung hätte ich nicht gebraucht. Es blieb trocken. Fast.
Nur im Frankenwald fielen ein paar Flocken auf das von Schnee bedeckte Grab.
Gruß - Allwetter |
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Kett-Woman
schrieb am
21.03.2008 um
22:26 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Allwetter, versprich, dass Du Dich nicht aus diesem Forum vertreiben lässt, wir brauchen Dich hier, Du hast Dein Herz am richtigen Fleck und Deine Familie liebt Dich dafür.
Wünsche eine ruhige erholsame Nacht. |
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Niesje
schrieb am
21.03.2008 um
22:44 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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ja Kett-Woman, Du hast recht, das Versprechen müssen wir Allwetter abnehmen.
Gruß Niesje |
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einauge
schrieb am
21.03.2008 um
23:02 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Nicht so tiefgründig, aber trotzdem schön! :-)
In vielen Monaten des Trainings zu merken wie die Form immer besser und besser wird. Das Gefühl zu haben, nahezu alles richtig gemacht zu haben, die nicht mehr aufzuhalten aufkommende Stärke im Training zu spüren, um nicht zuletzt im Rennen zu merken, dass es nicht nur verträumte Spinnerei war, stärker als alle anderen zu sein. Unverwundbarkeit. Unbesiegbarkeit. Gleichzeitig zu wissen, dass nicht nur Zufall und genetische Veranlagung sondern vielmehr ein jahrelanger geist- und körperformender Lernprozess dafür verantwortlich waren, eine eigene sich selbst erarbeitete Leistung, auf die man stolz sein kann. |
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einauge
schrieb am
21.03.2008 um
23:19 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Eng verknüpft damit ist noch das Gefühl von Lockerheit, Gelassenheit, Souveränität, resultierend unter anderem aus einem völlig nüchternen, realistischen Einschätzen der eigenen Leistung. Kein Hochstapeln, aber genauso wenig Tiefstapeln. |
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Allwetter
schrieb am
24.03.2008 um
18:09 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Eine kleine Geschichte, die daran erinnern soll, wie bereichernd es sein kann, mit offenen Augen radzufahren.
Vorgestern, am Karsamstag, fuhr ich mit meiner Tochter auf unseren MTBs ins Unterfränkische, um den ´Christenstein´ aufzusuchen. Er ist ein Felsplateau aus Sandstein und war ein keltischer Kultplatz. Der Name ´Christenstein´ leitet sich ab vom keltisch-kymrischen ´Gris´ = Erde, Sand und ´Dean´ = Wohnung, Haus.
Als wir auf dem Bergkamm weiterfuhren, kamen wir zu unserer Überraschung an einen alten Judenfriedhof, der im Wald versteckt liegt, mit einer Mauer umgeben ist und dessen Grabsteine teilweise mit Moos bewachsen sind.
Als wir über die Mauer geklettert waren und schweigend die Grabsteine betrachteten, sahen wir, dass einige von ihnen zerbrochen bzw. beschädigt sind.
Der Friedhof gehört zur Gemeinde Memmelsdorf, so viel wusste ich, weil dort noch eine alte Synagoge steht, die kürzlich restauriert wurde.
Die fränkischen Landjuden hatten sich im 15. Jahrhundert unter den Schutz einiger Ritter begeben, weil die Ansiedlung von Juden in größeren Städten durch das Judenschutzgesetz limitiert worden war.
1813 war in Memmelsdorf die Hälfte der Einwohner Juden, etwa 240 von ihnen lebten dort.
Am 10. November 1938 wurde in der Progromnacht das Innere ihrer Synagoge zerstört.
17 von den 25 im Jahre 1938 dort noch lebenden Juden wurden deportiert und umgebracht.
Diese Geschichtsfakten hatte meine Tochter am Abend recherchiert, weil sie die zerstörten Grabsteine nicht ruhen ließen. Weiterhin fand sie heraus:
1926 wurde der Friedhof geschändet. Vier Grabsteine wurden umgestoßen bzw. deren Inschriften auf Glasplatten zertrümmert.
1999 wurde der Friedhof ein zweites Mal heimgesucht, 3 Grabsteine fielen den Tätern zum Opfer.
In der Zeitung ´Der Israelit´ vom 16.12.1926 erschien ein Artikel über die Schändung.
Es wird berichtet, wie zwei wohlhabende Brüder aus Hamburg, Nordheim mit Namen, wenige Jahre zuvor dem Ort Memmelsdorf eine Brunnenleitung spendiert hatten. Bei der Einweihung erwähnten sie, dass sie das getan hätten, damit der Friedhof, auf dem ihre Eltern liegen, stets in Ehren gehalten werden solle.
Der Autor schloss mit den Worten:
´Sodann beschenkten die Brüder Nordheim die Feuerwehr und noch andere Wohltätigkeitsanstalten daselbst mit reichlichen Geldmitteln. Darum wundert es mich, dass diese Wohltat schon vergessen ist, wo doch die Einwohner noch heute den Nutzen der Leitung genießen.´
Bis heute ist kein Jude nach Memmelsdorf zurückgekehrt.
Gruß - Allwetter |
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vulkan
schrieb am
28.03.2008 um
13:37 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Zustimmung an einige meiner Vorschreiber(redner), es sind manchmal durchaus nur oder auch die kleinen Dinge, Geschichten, Anekoten sowie "Spökskes" durchs oder rund ums Radfahren, die eine Anhebung der Lebensqualität bewirken können.
Die angenehmen Augenblicke oder das "einfach mal die Seele baumeln lassen", durchaus auch mal jenseits von für mich leistungoptimierender Trainingsqualität möchte ich nicht vermissen - besonders die nicht, die ich während der Ausfahrten im Outfit meines Teams erlebt habe wie z.B. das, was mir in der weiter oben beschriebenen samstägigen Ausfahrt passierte: Unterwegs klingelte mein Handy; während des fast 40 Minuten dauernden Telefonats mit meinem Teammanager saß ich auf einer Gartenmauer und beobachtete gegenüber meines Sitzplatzes eine in dem Vorgarten ihres Einfamilienhauses mit Gartenarbeit beschäftigte Dame. Ich wollte nach Beendigung des Gesprächs gerade weiterfahren, da kam diese Dame zu mir und sagte: "Junger Mann, möchten sie einen Kaffee?"
Ich habe Freude an der Kreativität, die manche aufbringen zur Unterstützung ihrer radsportlichlichen Vorbilder so wie es hier im Anstieg nach Alpe d`Huez zu sehen ist [LINK zur Website] . Ebenso werde ich mich darüber freuen, daß die Kurzform meines realen Namens, nicht nur auf Plakaten geschrieben vor die Objektive der Kameras gehalten, sondern auch von Radsportfans in großen Buchstaben auf den Asphalt mancher Strecken gemalt, von den TV-Anstalten bei Übertragungen von Radsportveranstaltungen - wie in den letzten Jahren auch - auf die Bildschirme der bequem in ihrem heimischem Sofa sitzenden Zuschauer transportiert wird.
...und ich freu mich darauf, nachdem ich meine heutigen Geburtstagsgäste verabschiedet haben werde, noch mit positiven Radsportverrückten heute abend vielleicht eine virtuelle Party feiern zu können.
VG
V.
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Schnellspannerprüfer
schrieb am
28.03.2008 um
14:07 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Ich liebe das Glücksgefühl, was einen nach einer anstrengenden Trainingseinheit überkommt.
Wie nennt man das ? Glückshormone ?
@vulki
Happy Birthday von mir und meiner Schwester.
Oder feierst du nach ?
Ich schau dann später auch mal bei der Party vorbei, falls ich eingeladen bin. Ich bring mir auch selber was mit.
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bergdoc
schrieb am
28.03.2008 um
18:11 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Vulkan alter Knabe, ebenfalls die besten Wünsche zum Geburtstag
@SSP ich glaube du meinst die Endorphine, aber Glückshormone trifft auch zu. |
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Allwetter
schrieb am
28.03.2008 um
20:57 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Hallo Vulkan,
auch von mir die besten Glückwünsche zum Geburtstag und noch viele solche schöne Erlebnisse. Hast Du zum Kaffee auch einen Kuchen bekommen?
Können ja mal ein Ratespiel machen, welcher der vielen Namen auf den Plakaten und auf der Straße der Kurzform Deines Namens entspricht.
Ist es Balthasar (Balser)?
Ist es Rippenbiest (Ribi)?
Ist es etwa Rumpelstilzchen (Rumstilz)?
Gruß - Allwetter |
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Allwetter
schrieb am
06.04.2008 um
20:51 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Ich versuche, meine Ausfahrten mit der geschichtlichen Erkundung meiner Umgebung zu verknüpfen.
Wenn es erlaubt ist, darf ich meine erschütternde Entdeckung der letzten beiden Wochen erzählen:
Vor 2 Wochen fuhr ich mit dem MTB zu den beiden Gleichbergen. Sie sind vulkanische Kegel, die südlich der Rhön eindrucksvoll aus der Landschaft ragen.
Auf dem Kleinen Gleichberg gab es über 1000 Jahre lang ein keltisches Oppidum, von dem noch Steinwälle erhalten sind.
Am Großen Gleichberg kommt man zu großen, offengelassenen Steinbrüchen, in denen bis in die 1950er Jahre Basalt gebrochen wurde.
Am Fuße des Großen Gleichbergs liegt in einem Hain eine Gedenkstätte, die an die meist polnischen Zwangsarbeiter erinnert, die während des 2. Weltkrieges hier im Steinbruch arbeiten mussten. Etwa 300 von ihnen sind dabei umgekommen. Sie waren im Arbeitserziehungslager Römhild untergebracht, eine Einrichtung des KZ Buchenwald.
Heute fuhr ich in der Nähe der Gleichberge mit dem RR von Poppenhausen nach Einöd bei Heldburg. Poppenhausen beherbergte im 2. Weltkrieg eine Außenstelle des Arbeitslagers Römhild.
Am Straßenrand fand ich eine kleine Gedenkstätte, die in der DDR-Zeit entstand und an Nazi-Greuel erinnnerte. Weil ich nicht ganz verstand, was dahinter steckte, forschte ich im Internet nach und fand folgendes:
Im März 1945, kurz vor Kriegsende, wurden bei einem Todesmarsch 70 Zwangsarbeiter in eine Sandgrube gesperrt, deren Eingang anschließend gesprengt wurde.
Solche Aktionen wurden später als ´Endphaseverbrechen´ bezeichnet.
[LINK zur Website]
Die Leichen der 70 Zwangsarbeiter wurden erst 1947 in ihrem Massengrab entdeckt.
Allwetter |
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archpeba
schrieb am
07.04.2008 um
09:34 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Lieber Allwetter,
ich komme nicht umhin auf Deine letzten Beiträge zu reagieren.
Unstreitig sind Deine Beobachtungen beim Radfahren erschütternd und machen jeden nicht völlig verrohten Mitmenschen betroffen.
Aber warum beschreibst Du diese Dinge in einem Thread mit dem Titel "Spaßfaktor?"
Welcher pädagogische Sinn verbirgt sich dahinter?
Möchtest Du uns erkären, daß die Lust am Radfahren als Selbstzweck zu profan ist ? Ist es Deine Kritik, daß intensiv betriebener Sport gesellschaftlich sinnlos ist und Ausdruck der vielfach kritisierten "Spassgesellschaft" ist ?
Versuchst Du vielleicht für Dich selber den Spagat, dem Radfahren noch einen "höheren" Sinn zu geben?
beste Grüße |
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sternchen2008
schrieb am
07.04.2008 um
13:22 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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Ich würde darin eher eine weitere Variante von "Spaß im Sinne von Meditation" sehen. Weiß aber auch nicht, ob ich ihn richtig verstehe. Mir wäre auch lieber, er käme nicht dauernd so pädagogisch daher.
k. |
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la petite
schrieb am
07.04.2008 um
14:25 Uhr
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Re: Spaßfaktor? |
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sternchen2008 schrieb am 07.04.2008 um 13:22 Uhr
"Mir wäre auch lieber, er käme nicht dauernd so pädagogisch daher. "
Das sagt der Richtige...
Ich gebe zu, ich frage mich manchmal auch, warum Allwetter seine wirklich nicht lustigen Beobachtungen ausgerechnet in diesen thread stellt, aber ausgerechnet Deinen (ehemaligen?) "Verteidiger" so anzupupen grenzt schon an Boshaftigkeit. |
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