Freizeit

Mit dem Rad querfeldein

Mountainbike

Seit Ende der 70 er Jahre wird der sogenannte Mountainbike-Sport betrieben. Den Grundstein dieser Sportart legten einige US-Amerikaner, darunter z.B. Gary Fisher, die in Kalifornien/USA „normale Fahrräder“ so umrüsteten, dass sie damit waghalsige Fahrten abseits normaler Straßen unternehmen konnten. Verstärkungen der Rahmen, Laufräder, Bremsen und die Erweiterung der Übersetzungen wurden schnell auch von der Fahrradindustrie aufgenommen und verhalf dem bis dahin eher zur reinen Fortbewegung dienenden Fahrrad zu einem neuen und sportlichen Image und hohen Verkaufszahlen durch einen zunehmend wachsenden Kundenkreis.

Auf der Basis dieses neuen Fahrradttyps entstanden sehr schnell neue und attraktive Rennsportarten, die viele Anhänger fanden und dem Radsport insgesamt neue Impulse verschafften. Die Cross-Country-Rundstreckenrennen sind seit Jahren als olympische Disziplin anerkannt.

Das Wesen des Mountainbike-Sports ist die Austragung im freien Gelände, auf befestigten oder unbefestigten Straßen, Wegen und Pfaden („trails“) durch Feld, Wald oder Wiesen. Wettkämpfe werden nach festen Bestimmungen, u.a. auch nach Umweltrichtlinien, ausgerichtet. Dabei können sowohl Sportler mit einer Rennlizenz des Bundes deutscher Radfahrer, als auch sogenannte Hobbyfahrer ohne Vereinszugehörigkeit in eigenen Klassen ihr technisches Fahrkönnen und ihre körperliche Leistungsfähigkeit messen.

Nach den Wettkampfbestimmungen für Mountainbike sind folgende Wettkampfarten zugelassen:

  • Einer-Wettbewerbe:

    Cross Country (Rundstreckenrennen): Hierbei ist ein Rundkurs zwischen 3 und 8 km Länge mehrfach zu durchfahren. Die Strecke muss Anstiege, Abfahrten, Pfade (single tracks) und natürliche oder künstliche Hindernisse enthalten. Die Renndauer bewegt sich je nach Alter der Sportler zwischen ca. 20 Minuten (Schülerklasse) bis zu 3 Stunden (Deutsche Meisterschaft Herren Elite).

    Downhill (Abfahrtsrennen): Das Abfahrtsrennen wird auf überwiegend steil abfallenden Strecken mit einer Länge zwischen 3 und 8 km durchgeführt. Enthalten sein sollen überwiegend technische Teile, wie Sprünge und enge Passagen, sowie Hochgeschwindigkeitsteile bei einem Höhenunterschied von mindestens 300 m. Steigungen und Flachpassagen sind prozentual nur sehr begrenzt zulässig. Die Renndauer soll zwischen 4 und 10 Minuten betragen bei maximal zwei Durchgängen. Im Vergleich zum Cross Country Wettbewerb werden erhöhte Anforderungen an das Fahrrad und die Sportkleidung gestellt. Neben dem reinen Downhillwettbewerb finden auf den gleichen Strecken z.T. auch die Rennen der sogenannten Freeride-Klassen und der Hardtail-Klassen statt, um auch Fahrern, die über kein downhilltaugliches Rad verfügen, attraktive Rennen anbieten zu können.

    Hill Climb (Bergzeitfahren): Dieser Wettbewerb wird auf einer überwiegend stark ansteigenden Strecke, bei weniger als 5 km in zwei Läufen, bevorzugt als Einzelstart durchgeführt.

    Mannschaftswettbewerbe: Diese werden als Rundstreckenrennen auf einer etwas verkürzten Cross Country – Strecke als Staffelrennen und je nach Anzahl der Mannschaften mit Vor-, Zwischen- und Finallauf durchgeführt.

  • Sonderwettbewerbe:

    Dualslalom oder Parallelslalom: Dieser findet auf einem abgesteckten, abfal- lenden oder flachen Gelände mit zwei möglichst identischen Kursen statt, die von den Teilnehmern im direkten Lauf gegeneinander zu durchfahren sind.

    Marathon-Wettbewerbe: Diese Disziplin ist als Cross Country – Wettbewerb stärker dem Ausdauerbereich zuzuordnen. Auf Kurz- oder Langstrecke, d.h. bei Streckenlängen von ca. 50 bzw. über 100 km Länge sollen Fahrtzeiten von 2,5 bis ca. 5 Stunden absolviert werden. Die Fahrtstrecke soll die Merkmale der Cross Country-Wettbewerbe enthalten und darf nur ab der Altersklasse Junioren/Juniorinnen für Hobby- und Lizenzinhaber absolviert werden.

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