Freizeit

Das grüne Herz Zyperns

Der Südwesten bietet den Wechsel von flachen, welligen Strecken mit steigungsreichen Mittelgebirgspassagen. Verkehrsarme Straßen durch eine faszinierende Landschaft wechseln sich ab mit purem Abfahrtsspaß:

In der von Touristen kaum besuchten Küstenregion südlich von Tochni geht es vorbei an Oliven-, Zitronen- und Orangenhainen, an dichten Pinien,- Kiefern- und Zedernwäldern, über Flüsse, Bäche und Schluchten hinweg. Scheinbar zeitlos schlummern urige, traditionsreiche Dörfchen in diesem Hinterland. So zum Beispiel Lefkara, ein malerischer Ort, der für seine Spitzen- und Silberarbeiten bekannt ist. Weiterhin findet man Klöster, in denen die Nonnen Ikonen malen und Mönche Weine keltern, etwa das Nonnenkloster von Ayios Minas, das Kloster Stavrovouni (Berg des Kreuzes) abseits der Lemesos-Lefkosia-Straße oder die Ayia Varvara (Hl. Barbara) am Fuß des Stavrovouni-Berges. Webereien, Ölmühlen und Töpfereien mit klassisch-schöner Keramik liegen am Wegrand, zum Beispiel im Dorf Kornos.

Andere Sehenswürdigkeiten und Ausflugziele an dieser Strecke sind die königliche Kapelle in Pyrga und ein wenig westlicher Khirokitia mit Überresten der ältesten zypriotischen Siedlung aus dem Jahr 5800 v.Chr.

Weiter westlich im Tróodos-Gebirge, dem „grünen Herz“ der Insel, finden sich kilometerlange Aufstiege mit teils über 15 Prozent Steigung. Die unberührte Bergwelt mit ihren versteckten Kirchen und der waldreichen, herrlichen Natur ist durch ein gut ausgebautes Netz kleiner Asphaltstraßen erschlossen, die alpines Rennradeln erlauben.

Am Ausläufer des Gebirges liegen eine Reihe beschaulicher Dörfer, zu denen sich schmale Straßen hinaufwinden. Hier im Hinterland der südzypriotischen Küste, an den Südhängen in Omodhos, Pákhna, Platres, Vása, Kiláni pflegt man eine eigene Weinbautradition. Die Örtchen sind alle nett anzusehen und laden zum Verweilen ein: Weißgekalkte hochbrüstige Häuser drängen sich in sanft geschwungenen Gassen; üppig wuchert blumiges Rot, Gelb oder Pink in Kübeln, Töpfen und Kanistern. Blaue Türblätter und Fensterläden unterteilen die Fassaden; in Höfen und auf Terrassen rankt vielfältiges Grün...

Organisierte Erlebnistouren

Die Schönheit der Insel lässt sich individuell oder organisiert in der Gruppe erradeln. Erlebnistouren werden in der Zeit von Mitte Februar bis Anfang Mai sowie von Mitte Oktober bis Ende November angeboten. Verschiedene Veranstalter organisieren attraktive Wochen-Tourenprogramme mit persönlicher Betreuung (Guides, Ausrüstung, Begleitfahrzeug-Stützpunkte, Service-Stationen etc.) oder bei individueller Tourengestaltung mit persönlicher Beratung (Tipps für Tourenvarianten, Kartenmaterial etc.). Variabel in Tempo, Streckenlänge und Höhenmetern sind die Angebote sowohl für Einsteiger und Genussfahrer als auch Top-Sportler geeignet. Je nach Leistungsgruppe können die Touren zwischen 2,5 und 6 Stunden lang sein. Die Unterkunft erfolgt in Hotels und Dorfhäusern.
(rh)

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