Radsport-Lexikon

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Kette rechts

"Er fährt mal wieder mit Kette rechts!" bedeutet, dass der Fahrer vorn auf dem großen Kettenblatt (rechts) und hinten auf dem kleinsten Ritzel fährt (das auch rechts liegt). Damit fährt er auf dem größtmöglichen Gang. Es gibt Spezialisten, die diesen Gang bevorzugt benutzen.

Keutenberg

Anstieg beim Amstel-Gold Race. Auf 600 Metern müssen die Fahrer Rampen von bis zu 22% bewältigen. Da dieser Hügel sich kurz vor dem Ziel befindet, werden hier oft rennentscheidende Attacken gesetzt.

Klassiker

Als Klassiker bezeichnet man die großen traditionellen Straßenrennen aus der Pionierzeit des Radsports, mit einer oft mehr als hundertjährigen Tradition. Begonnen hat die Geschichte dieser Radrennen mit Bordeaux-Paris im Jahre 1891. Als das berühmteste Rennen kann man Paris-Roubaix nennen, das auch den Beinamen "Hölle des Nordens" trägt.

Kleine Jagd

Eine etwa 30-minütige Disziplin der Sixdays, bei der die Fahrer nicht genau wissen, wie lange das Rennen dauert. Wie bei der großen Jagd werden auch hier die Punkte erkämpft.

Klickpedale

Dient zur Fixierung des Rennschuhs auf den Pedalen des Rades. Anfang der 90er Jahre löste dieses System die Hakenpedale ab.

Kombine

Altertümlicher Begriff, der die heimliche Kooperation von Fahrern aus verschiedenen Mannschaften beschreibt. Ziel hierbei ist es, einen (stärker eingeschätzten) Rivalen am Sieg zu hindern.

Kriterium

Besondere Form des Straßenrennens. Dieser Wettbewerb wird meistens auf einem Rundkurs ausgetragen und darf höchstens 120 Kilometer lang sein. Gewertet wird entweder nach Punkten, die bei Zwischensprints vergeben werden, oder nach dem klassischen Zieleinlauf.

Kunde, Karl-Heinz

Am 6.8.1938 in Köln geborener deutscher Radfahrer. Insgesamt bestritt der zu den Bergfahrern zählende Kunde die Tour de France sechsmal. 1966 konnte er die Tour auf Rang 9 beenden und trug sogar für fünf Tage das Gelbe Trikot. Nach seiner Karriere eröffnete der nur 1,59 Meter große „Karl, der Kurze“ ein Radsportgeschäft namens Radcenter Kunde.

Kunstradfahren

Disziplinen sind das Einer- und Zweier-Kunstradfahren. Der Einer-Fahrer kann innerhalb von maximal sechs Minuten maximal 28 Übungen absolvieren. Die Zweierpaare absolvieren maximal 22 Übungen. Die ersten 11 Übungen bestreiten sie getrennt auf zwei Rädern, die restlichen gemeinsam auf einem Rad. Aus rund 120 verschiedenen Übungen wird die Kür zusammengestellt, wobei die Begleitmusik frei wählbar ist. Jede Übung hat einen bestimmen Schwierigkeitsgrad, der in der Addition aller Übungen die „Schwierigkeitspunktzahl“ ergibt. Bewertet werden Inhalt und Ausführung einer Kür.

Kämpferischster Fahrer

Eine Sonderwertung bei der Tour de France, die täglich von einer Jury vergeben wird. Damit soll derjenige Fahrer ausgezeichnet werden, der sich auf der Etappe am kämpferischsten oder aktivsten gezeigt hat. Dieser darf am nächsten Tag eine blaue Rückennummer tragen.

Königsetappe

Die Königsetappe ist die wichtigste und in den Bergen oft rennentscheidende Etappe einer Rundfahrt.