Radsport-Lexikon

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Wasserträger

Der oder die Wasserträger sind wichtige Mitglieder einer Mannschaft. Es sind Fahrer, die ihrem Kapitän Windschatten geben und ihn und die Mannschaft mit Verpflegung und Getränken versorgen.

weißes Trikot

So wie das gelbe Trikot bei der Tour de France den Gesamtführenden hervorhebt, trägt der Führende der Deutschland-Tour das weiße Trikot.
Bei der Tour de France ist es dem besten Jungprofi vorbehalten.

Wiegetritt

Dieser Begriff beschreibt eine Fahrtechnik, die am Berg angewandt wird. Im Stehen wird das Körpergewicht abwechselnd auf die Pedalen verlagert, wodurch man mehr Kraft aufbringen kann. Verlagert man das Körpergewicht auf die rechte Pedale, so zieht der linke Arm, wobei gleichzeitig der rechte Arm den Lenker nach unten drückt. Dabei sollte das Rad aber relativ ruhig gehalten werden.

Windschatten

Der Windschatten spielt im Radsport eine erhebliche Rolle, da man bis zu 30% Kraft sparen kann, wenn man im Windschatten des Vordermannes, sprich auf der vom Wind abgewendeten Seite fährt.

Windschatten

Man fährt hinter oder seitlich versetzt zu seinem Vordermann (je nachdem aus welcher Richtung der Wind bläst), so dass dieser den Wind abblockt. Fahrer, die im Windschatten ihrer Teamkollegen fahren können, haben eine große Kraftersparnis. Unter idealen Umständen können Fahrer dabei bis zu 40 Prozent ihrer Energie sparen.

Wolfshohl, Rolf

1938 in Köln geborener Cross-und Straßenfahrer. Wolfshohl war von 1960 bis 1973 Radprofi und gewann in seiner langen Laufbahn insgesamt drei Weltmeistertitel bei Cross-Rennen. Auch auf der Straße zeigte der gelernte Schlosser starke Leistungen. 1965 etwa konnte er die Spanien Rundfahrt gewinnen. Dazu kam drei Jahre später sein Gesamtsieg bei Paris – Nizza. Pech hatte Wolfshohl 1963, als ihm sein Sieg bei Mailand – San Remo aufgrund eines umstrittenen Zielfotos aberkannt wurde und er auf Rang zwei zurückgestuft wurde. Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich wurde er 1962 Zweiter. Bei der Tour de France holte Wolfshohl zwei Etappensiege, im Jahr 1968 fuhr er sogar für einige Tage im Gelben Trikot. Am Ende langte es zu Platz sechs in der Gesamtwertung. Auch nach seiner aktiven Zeit ist Wolfshohl dem Radsport treugeblieben. So fördert er im Radsportverein „Le Loup“ junge Radsporttalente. Dazu betreibt er in Köln ein Radsportgeschäft. Sein Sohn stürzte 1984 stürzte bei einem Radrennen und brach sich den Halswirbel. Seitdem ist er gelähmt.