Freizeit

Stopp!

Bremse montieren und einstellen

Optimale Wirkung kann eine Bremse nur entfalten, wenn sie richtig montiert und eingestellt ist. Dieser Workshop zeigt Ihnen, wie Sie die richtige Einstellung für die vordere und hintere Bremse finden.

Montage der Bremse

Montieren Sie zunächst die Bremse am Rahmen und ziehen Sie die Befestigungsschraube so fest, dass Sie sie noch an die richtige Position drehen können. Befestigen Sie nun die Bremsschuhe so, dass diese beim Bremsvorgang zuerst mit dem vorderen Teil des Bremsschuhs die Felge berühren um dann bei starkem Bremsen vollständig an der Felge anzuliegen. Das verbessert enorm die Dosierbarkeit. Achten Sie dabei auf die richtige Laufrichtung, die in der Regel durch einen Pfeil gekennzeichnet ist. Auch hier sollten Sie die Befestigungsschrauben noch nicht voll anziehen. Die exakte Ausrichtung erfolgt erst nach der Montages des Zuges.

Nicht am falschen Ende sparen, sondern immer die passenden Spezialbeläge für besondere Felgentypen benutzen.

Montage des Zuges

Führen Sie den Zug vom Bremshebel durch den Führungskanal zur Bremse. Bei den heutigen, teflonbeschichteten Kanälen muss man übrigens die Züge nicht mehr einfetten. Im Lauf der Zeit verbindet das Fett mit Staub und Dreck, wodurch der Kanal langsam verengt. Die Bremse wird dann schwergängig. Durch die Teflon-Beschichtung bleibt der Zug dauerhaft leichtgängig und muss kaum noch gewartet werden.

Bevor Sie den Zug an der Bremse montieren, drehen Sie die Zugspannungsschraube ganz hinein und anschließend wieder eine Umdrehung zurück. Dadurch haben Sie mehr Spielraum für Korrekturen.

Fädeln Sie den Zug in die Feststellschraube ein und drücken Sie die Bremse mit einer Hand zusammen. Spannen Sie den Zug danach etwas und drehen Sie die Feststellschraube mit der Hand leicht zu. Ziehen Sie nun die Bremse bis zu Ihrem persönlichen Druckpunkt an (d.h. der Punkt, an dem die Bremse später greift). Jetzt können Sie die Feststellschraube festziehen.

Hat man, zum Beispiel bei Cantilever Brakes das Gefühl, eine dritte Hand wäre von Nöten, hilft oftmals schon ein einfaches, dickes Gummiband.

Einstellen der Bremsschuhe

Nach der Montage des Zuges sollten Sie die Bremsschuhe feinjustieren. Ziehen Sie die Bremse an und drehen Sie die Schraube los. Lösen Sie die Bremse etwas, so dass die Bremsschuhe noch auf der Felge aufliegen und Sie diese bewegen können. Die Bremsschuhe müssen nicht bei beim ersten Kontakt vollständig auf der Felge aufliegen. Um eine bessere Dosierbarkeit zu erzielen, sollte erst der vordere Bereich des Bremsschuhs, dann bei stärkerem Zug, der komplette Bremsschuh mit der Felge in Kontakt treten. Die Beläge dürfen auf keinen Fall über die Felge in Richtung Speichen oder Reifen hinausragen. Achten Sie zudem nochmals auf die richtige Laufrichtung, die in der Regel durch einen Pfeil gekennzeichnet wird. Wenn Sie die richtige Position gefunden haben, ziehen Sie die Bremse wieder vollständig an und drehen die Befestigungsschrauben der Bremsschuhe wieder fest.

Bremse ausrichten

Schließlich richten Sie die Bremse zum Laufrad aus. Lösen Sie dazu die Befestigungsschraube der Bremse leicht und ziehen Sie die Bremse an. Abschließend ziehen Sie die Befestigungsschraube wieder an.

Feintuning

Wenn der Druckpunkt noch nicht ganz Ihren Wünschen entspricht, können Sie diesen mit der Zugstellschraube nachjustieren. Das Einstellen der Bremse nehmen Sie am besten mit neuen Bremsschuhen vor. Vorteil dabei ist, dass Sie beim Austausch alter Bremsbeläge die Zugstellschraube nur wieder ganz zudrehen und eine Umdrehung herausdrehen müssen. Schon haben Sie wieder Ihren persönlichen Druckpunkt eingestellt (Dies funktioniert natürlich nur, wenn Sie den gleichen Typ Bremsschuhe verwenden).

Shimano-Hebel und Campagnolo-Bremsen harmonieren zwar technisch miteinander. Diese Kombination hat aber auch einen entscheidenden Nachteil: Bei Campagnolo ist der Mechanismus zum Schnellentspannen der Bremse im Schaltbremsgriff untergebracht, bei Shimano / Sram an der Bremse. Kombiniert man unglücklich, hat man keine Möglichkeit, bei einem Achter unterwegs die Bremse zu entspannen, was im Eifer des Gefechtes bei einer RTF oder in einem Rennen sehr ärgerlich sein kann.