Freizeit

Ist es ein Ersatz für das Straßentraining?

Vor- und Nachteile des Trainings auf der Rolle

Unter der Bezeichnung "Rolle" versteht man sehr unterschiedliche Geräte. Dagegen ist der Ergometer ein stationäres Gerät mit Sattel, Lenker und Pedalen, die eine gebremste Welle antreiben, wodurch unterschiedliche Leistungslevels beim Treten simuliert werden können.

Bei den Rollen unterscheidet man die traditionelle, sog. freie, ungebremste Rolle, die freie Rolle mit Bremsvorrichtung und Rollen, bei denen das Hinterrad eingespannt wird und auf diese Art auf der Stelle gefahren wird. Eine weitere technische Zusatzeinrichtung ist die Schwungmasse, mit der vor allem bei Ergometern wie bei Spinning-Rädern ein realistischeres Fahrgefühl vermittelt wird.

Sie alle dienen unterschiedlichen Trainingszwecken: die freie (ungebremste) Rolle zur Technikschulung und zum kurzzeitigen Entschlacken nach Wettbewerb oder hartem Training; Rollen mit Spannvorrichtungen zum Warmfahren vor Wettbewerben und als begrenzter Ersatz für Straßentraining in unterschiedlichen Trainingsbereichen; Spinning-Räder zur aeroben Ausdauerschulung und als "Fun-Sport".

Die Trainingslehre sieht das Rollentraining aber nicht als vollwertigen Ersatz für das Straßentraining. Dazu ist die Simulation wichtiger Außenreize wie stark schwankender Widerstand (Wind, welliges Profil), der Auswirkung der bewegten (trägen) Masse, Wetter usw. zu schwierig. Durch das Fehlen des Fahrtwindes wird der Kreislauf vor andere Anforderungen gestellt.

Vorteile: Jederzeitige Verfügbarkeit unabhängig von Wetter und Tageszeit, genaue Dosierbarkeit der Leistungsreize;
Nachteile: fehlender Realismus, Monotonie, Beeinträchtigungen durch Vibration.
Einsatz: bei Lizenzfahrern und Profis vor allem zum Warmfahren/Ausfahren, Vorbereitung vor Zeitfahren, auf der Bahn – dort vor allem noch die freie, ungebremste Rolle.

Ergometer werden weitgehend für Tests im Rahmen der Leistungsdiagnostik eingesetzt.