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Selbst wenn man vor dem Start alles richtig gemacht hat – ein Rennen kann manch böse Überraschung bereithalten: Man findet sich entweder schon in der letzten Startreihe wieder oder wird schnell bis ans Ende durchgereicht und wird womöglich nach ein paar Runden abgehängt. Tat¬sächlich ist das schon manchem wirklichen Talent passiert – Trainingsweltmeister zu sein oder im Rennen vorne, das ist ein himmelweiter Unterschied!
"Explosives Bevölkerungswachstum" am Start: Bei Jedermann-Rennen ist es üblich, dass der Veranstalter Start-Gruppen zusammenstellt. In der "C" gilt aber: Jeder kann sich an den Start stellen, wann er will – und: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Ungeübten passiert dann oft dies: "Als ich am Start vorbei fuhr, standen da nur 3 Leute – na gut drehe ich noch eine Runde – als ich wieder ankam war ich fast der Allerletzte." In solchen Fällen gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder bis zur letzten Minute warmfahren und hinten stehen, oder auf eine wenig "Betriebstemperatur" verzichten und dafür in der 1. Reihe stehen.
Verhalten zu Beginn: Nach Startfreigabe stürmen alle wie eine Büffelherde los. Auch hier gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man steht sehr weit vorne und kann sich in dieser Phase sofort behaupten oder man hat sich von vornherein im Mittelfeld aufgestellt, wartet, bis das größte Gedränge vorbei ist und versucht dabei, nicht sofort bis ganz ans Ende durchgereicht zu werden.
Kurventechnik: Einer der wichtigsten Ratschläge, gleich um welche Renn-Kategorie es geht: Den Blick niemals auf das Hinterrad des Vordermannes richten, sondern möglichst weit voraus. Man nimmt den Kurvenverlauf gedanklich vorweg und macht kritische Punkte aus, ohne zu lange daran haften zu bleiben! Gebremst wird in der Kurve möglichst nicht. Die Krux liegt in dem "möglichst" – oft ähnelt die Situation vor Kurven dem allabendlichen "Vollgas-und-in-die-Eisen" auf unseren Stadtschnellstraßen. Tatsächlich liegt die Geschwindigkeit bei C-Klasse-Rundstreckenrennen auf den Geraden nahe bei 50 km/h, des Öfteren darüber, in den Kurven geht sie häufig bis auf 20km/h runter. Da gibt es nur zwei Wege: Entweder hält man sich konsequent im vordersten Teil des Feldes auf, oder man schaut sich aufmerksam um und fährt da, wo am vernünftigsten d.h. möglichst gleichmäßig und ruhig gefahren wird.
Im Rennverlauf: Ein ruhiges Plätzchen suchen! Hier geht es nicht nur darum, dass es ruhig ist, sondern auch, dass man sich zu Gleichen gesellt, die über die gleiche Leistungsfähigkeit verfügen. Auf diese Weise kann auch der Einzelne seine Fähigkkeiten am effizientesten in die Waagschale werfen. Meist dauert es eine Weile, bis man lernt, auch im Wettbewerb diesen Platz zu finden. Kleinere Fahrer haben hier gleich drei zusätzliche Vorteile, wenn sie sich bewusst hinter wesentlich größeren und schweren Fahrern einreihen: Die treten nach den Kurven nicht gar so brutal an, bieten viel Windschatten und dadurch, dass sie weiter über dem Hinterrad sitzen, ist es leichter, im Kern des Windschattens zu fahren.
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