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Zur Verbesserung der Trittechnik im Radsport gibt es einige traditionelle Methoden, die auch heute noch Gültigkeit besitzen. Bevor wir jedoch zu Techniken wie „Einbeinpedalieren“, „Fußabstreifen“ u. dergl. mehr kommen, sollten wir eine Vorüberlegung anstellen:
In der 2. Folge haben wir darüber gesprochen, daß der Allgemeinzustand des Fahrers die Bemühungen um eine bessere Technik unterstützt. Das bedeutet, daß das Techniktraining dann am sinnvollsten und effizientesten ist, wenn es in ein Training eingebettet ist, das nach den allgemeinen Erkenntnissen der Trainingslehre geplant und durchgeführt wird.
Dazu gehört die richtige Wahl des Zeitraumes für das Techniktraining im Jahresverlauf und im Verlauf einer Trainingseinheit sowie die Kombination mit Trainingsmethoden zur Entwicklung von Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit.
Techniktraining hat in der laufenden Saison und in den Phasen der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung (UWV) nichts zu suchen, am besten verbinden wir es mit dem Grundlagenausdauertraining.
Generell gilt: Gut warmgefahren und je nach Geschmack bereits ein wenig intensiver vorbelastet, absolvieren wir es eingelagert in die intensive Stunde einer mittellangen Trainingseinheit, d.h. zwischen der 30. und 90 Minute nach Trainingsbeginn. Geeignet sind hier Trainingsphasen, die der Entwicklung der Kraftausdauer oder der Trittschnelligkeit dienen. Entgegen landläufigen Meinungen ist die Entwicklung der Trittechnik nämlich nicht nur durch hohe Trittfrequenzen zu schulen.
Die speziellen Technikmethoden sollten sich immer wieder mit Phasen in normalem Grundlagentempo abwechseln, bei denen wir uns nicht ausschließlich auf die Technik konzentrieren, sondern in regelmäßigen Abständen kontrollieren, inwieweit uns das geübte bereits „in Fleisch und Blut übergegangen“ ist. Auch während der Technikübungen sollte die Intensität weit unter dem Maximum liegen, damit wir nicht durch die hohe Belastung in alte, abzustellende Bewegungsmuster verfallen.
Nun zu den Technikübungen:
Fahren auf der „freien Rolle“: Etwas „aus der Mode gekommen“ stellt die freie Rolle nach wie vor ein probates Trainingsmittel dar – sie verfügt nicht über eine Einspannmöglichkeit, das Fahrrad wird nur draufgestellt und behält das Gleichgewicht durch die Kreiselkräfte (s. Abbildung). Vor allem in Verbindung mit einem starren Gang (fehlender Freilauf wie beim Bahnrad) bietet sie gute Kontrollmöglichkeiten, weil jede Unregelmäßigkeit des Trittzyklus ein unangenehmes Vor- und Zurückrucken des Fahrrades auslöst. Besonders bei hohen Trittfrequenzen kann dieses Rucken stark aufschaukeln – also Vorsicht!Insgesamt machen diese Technikübungen nur dann Sinn, wenn man Sie in Maßen einsetzt und das gewonnene Gefühl anschließend bei ganz normaler Fahrt zur Kontrolle einsetzt.
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